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A R C H I V: Jubiläumskonzert - 350 Jahre Orchester in Koblenz

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Jubiläumskonzert

350 Jahre Orchester in Koblenz

 

 

 

Ein Konzert der Superlative

 

In der vollbesetzten Sporthalle Oberwerth bekamen die Zuhörer ein Konzert der Superlative zu hören.

 

Mehr als 600 Mitwirkende - Orchestermusiker und Chorsänger - brachten die spätromantischen ”Gurrelieder” von Arnold Schönberg zum Erklingen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Rheinische Philharmonie Koblenz und das Philharmonische Orchester Heidelberg bei der Koblenzer ErstauffĂĽhrung des imposanten Werkes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der von Wolfgang Siegenbrink einstudierte Projektchor setzte sich aus den vereinten Kräften von 11 Chören aus Koblenz, Köln, Bonn, Mainz, Wirges und den Niederlanden zusammen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Fotos von Proben und Konzert sehen Sie in der >> GALERIA

 

 

 

AnkĂĽndigung:

 

Jubiläumskonzert 350 Jahre Orchester in Koblenz

Freitag, 5. März 2004, 20.00 Uhr

Stadionhalle Oberwerth, Koblenz

 

 

Shao-Chia LĂĽ

 

 

Arnold Schönberg

Gurrelieder

 

für Soli, Sprecher, Chöre und Orchester

 

 

Dietrich Fischer-Dieskau Sprecher

Eva-Maria Westbroek Sopran

John Uhlenhopp Tenor

Kerstin Descher Mezzosopran

Guido Baehr Bariton

Thomas W. Kuckler Tenor

Projektchor (Koblenz, Köln, Bonn, Mainz, Frankfurt u.a.)

Rheinische Philharmonie Koblenz

Philharmonisches Orchester Heidelberg

Leitung Shao-Chia LĂĽ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arnold Schönberg 1925Vor 350 Jahren wurde am Zusammenfluss von Rhein und Mosel die damalige Kurtrierische hofkapelle gegründet. Diese große Koblenzer Orchestergeschichte, deren Traditionslinie die Rheinische Philharmonie fortführt, hat durch die Jahrhunderte – und bis in unserer Tage hinein – einen höchst wechselvollen und bewegten Verlauf genommen.

 

Zusammen mit dem Musik-Institut Koblenz wird das

Staatsorchester Rheinische Philharmonie und das Philharmonische Orchester Heidelberg das Jubiläum mit einer Aufführung der Gurrelieder begehen.

 

Mehr als 600 Mitwirkende – Orchestermusiker und Chorsänger – werden das imposante Werk Arnold Schönbergs im März in der Sporthalle Oberwerth präsentieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gurrelieder - Hintergrundinformationen

(Quelle: Arnold Schönberg Center / www.schoenberg.at )

 

Arnold Schönberg um 1900Die Komposition der Gurrelieder erstreckt sich über einen für Arnold Schönberg ungewöhnlich langen Zeitraum: zwischen 1900 und 1911 arbeitete Schönberg – immer wieder von längeren Pausen unterbrochen –an dem Werk. Die Zeit der intensivsten Auseinandersetzung war die Periode zwischen März 1900 und März 1901, in dieser Zeit hat Schönberg die Gurrelieder nach eingenen Angaben »vollendet« Zwischen 1901 und 1903 arbeitete er an der Instrumentation, 1903 unterbrach er die Arbeit für sieben Jahre. In dieser Zeit entfernte er sich stark vom Stil der Gurrelieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arnold Schönberg Wien 1911Als er 1910/11 die Instrumentation vollendente, war ihm die Aussage des Werkes nicht mehr persönliches Anliegen, er stellte das Werk als Dokumentation eines Kompositionsstiles und einer Geisteshaltung fertig, die nicht mehr die seine war. »Dieses Werk ist der Schlüssel zu meiner ganzen Entwicklung. Es zeigt mich von Seiten, von denen ich mich später nicht mehr zeige oder doch von einer anderen Basis.Es erklärt, wie alles später so kommen mußte, und das ist für mein Werk enorm wichtig: daß man den Menschen und seine Entwicklung von hier aus verfolgen kann.«

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Probenphase:

 

Das erste Zusammentreffen der Orchester und Chöre in Koblenz fand in der Alten Markthalle statt.

 

Der Heidelberger GMD Thomas Kalb probt mit dem Staatsorchester

Rheinische Philharmonie und den Heidelberger Philharmonikern, während zeitgleich Chefdirigent Shao-Chia Lü an anderer Stelle mit dem Projektchor probt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Probenfotos

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Holzbläser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blechbläser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chefdirigent Shao-Chia LĂĽ probt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Männerchor

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier sieht man die mehr als 600 Mitwirkenden von Chören und Orchestern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die letzte Probenphase fand in der Sporthalle Oberwerth, wo auch das Konzert aufgefĂĽhrt wurde, statt. Die imposante Umgebung und die erstaunlich gute Akustik lieĂźen alle Mitwirkenden auf das Konzert gespannt sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Geschichte um König Waldemar und Tove und die Eifersucht der Königin, die Tove schließlich ermordet, läßt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen und gehört in ihren verschiedenen Versionen zum nationalen Sagengut Dänemarks. Der Stoff erfuhr im Lauf der Zeit mehrere Veränderungen, unter anderem Hinzufügungen von konkreten Ortsbezeichnungen und die Vorstellung vom ruhelos umherschweifenden König.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In weiterer Folge wurden diese Ereignisse auf den 1375 auf Schloß Gurre verstorbenen König Waldemar IV. projiziert.

 

Diese Fassung übernahm Jens Peter Jacobsen als Vorlage für seine 1868 entstandenen Gedichte. Jacobsens Gedichte übten eine starke Anziehungskraft in philosophpisch –religiöser Hinsicht auf Schönberg aus. 1898 konvertierte Schönberg zum Protestantismus. Eine ähnliche Auseinandersetzung mit religiösen Fragen zeigte auch Jacobsen, der sich vom Christentum dem Darwinismus zuwendete, was sich in den Gurreliedern insbesondere in den Konstellationen Natur – Gott, Liebe – Tod als zentrale Aussagen niederschlägt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zudem sind Elemente von Richard Wagners Geschichtsbild unübersehbar. Seit Wagner verstanden Komponisten Musik zunehmend als Medium für die Vermittlung weltanschaulicher Ideen. Schönbergs Wahl des Sujets steht in der Tradition der Opernliteratur des (nachwagnerischen) 19. Jahrhunderts, beruhend auf mittelalterlicher Dichtung als Ausdruck wiederentdeckter Nationalkultur.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der erste Teil der Gurrelieder setzt sich aus einem Vorspiel, neun Liedern Waldemars und Toves einem längeren Orchesterzwischenspiel und dem Lied der Waldtaube zusammen.

Anders als Gustav Mahler, der im Lied von der Erde eine Folge von sechs Orchesterliedern mit den zyklischen Prinzipien der Symphonik verschmilzt, hat Schönberg im ersten Teil der Gurrelieder kein Äquivalent zu den Satztypen der Symphonie geschaffen. Selbständige Einzellieder schließen sich durch thematische Beziehungen zu einer weit gespannten Form zusammen.

 

Den inneren Zusammenhalt bedingt zum einen das Wiedererscheinen bestimmter thematischer Bildungen. Diese sind in den jeweiligen Kontext eng verwoben. LiedĂĽbergreifende Motive werden immer aus neuen, fĂĽr das EinzelstĂĽck charakteristischen Gedanken gewonnen.

 

Auszug aus der Darstellung von Agnes Grond (>> Ganzer Aufsatz)

© Arnold Schönberg Center

          

Bericht im Fernsehen: 6.3.2004 18.15 Uhr, SWR RP “Landesart”

Moderatorin: Sabine Hampel

 

Weitere Fotos von Proben und Konzert sehen Sie in der >> GALERIA

 


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